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Da waren es nur noch 3 …

01.04.2020
4 Wohnmobile weniger

Während wir noch selig geschlafen haben, haben uns heute früh zwischen 7 und 9 Uhr vier Wohnmobile in Richtung Tangermed verlassen. Sie haben sich Tickets für die Fähre nach Sete (Frankreich) gekauft. Damit haben sie auch die Berechtigung in den Norden von Marokko zum Hafen zu fahren.

Hier sind mit uns jetzt noch 3 Wohnmobile, die sich entschlossen haben, erstmal abzuwarten.

Alle 3-4 Tage essen wir hier auf dem Campingplatz zu Abend. Ab jetzt wird das eine kleiner Gruppe mit 4 Personen. Naja, da kann man den Abstand auch besser einhalten 😊. Ein Abendessen mit 4 Gängen kostet 10 Euro pro Person – und Aicha kocht hervorragend marokkanisch!

Jeden Abend gibt es auch für Alle Tee und Gebäck, egal ob man sich Abendessen angemeldet hat oder nicht. Immer wieder eine gute Möglichkeit sich auszutauschen und gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen.

Wir sind schon gespannt, was es heute Abend zu essen gibt …

Fähre Tangermed-Sete buchbar

31.03.2020
Die zweite Fähre nach Sete ist buchbar – wir bleiben trotzdem in Marrakech.

Heute Morgen wird klar, dass die Telefonnummer, die seit gestern 18 Uhr vorhanden sein soll, immer noch nicht freigeschaltet ist. Sie soll nun durch eine Online-Registrierung und -Buchung ersetzt werden. Aber auch die ist bis 13 Uhr noch nicht verfügbar.

Arber irgendwann am Nachmittag funktioniert dann alles. Die Buchungen können durchgeführt werden und werden dann auch im Laufe des Abends bestätigt. Mit dieser Bestätigung ist eine Fahrt in den Norden bis nach Tangermed erlaubt.

Vom Campingplatz hier in Marrakech werden morgen früh 4 Wohnmobile aufbrechen, 2 deutsche, 1 österreichisches und 1 französisches Fahrzeug.

Wir bleiben bei unserer Entscheidung und warten vorerst mal hier ab. Mit Hänger kostet die Fähre nach Sete nämlich 1.700 Euro. Nicht gerade billig. Das Argument ist, dass die Fähre von Sete leer hierherfährt. Uns war es zu teuer. Dazu noch die Ungewissheit, was wirklich geschieht und ob auch alles funktioniert.

Neue Entwicklungen

30.03.2020
Kurze Hektik – es gibt neue Entwicklungen

Heute verabreden wir uns im „Freiluft-Fitnesscenter“ zum Kaffee. Es gibt noch Kuchen vom gestrigen Geburtstag. Außer dem französischen Ehepaar mit dem Kind sind alle da. Gegen 16 Uhr löst sich die Runde so nach und nach auf.

Beim Zusammenpacken kommt dann nochmal Schwung in die Bude. Andree kommt um 16:45 und meldet, dass er Kontakt zum deutschen Botschafter und damit Zugriff auf ein Kontingent von Tickets für die Fähre am Donnerstag habe. Bis 18 Uhr müssen die Daten beim Konsulat sein, da dann die offizielle Telefonnummer geschaltet wird, über die alle sich Tickets reservieren können. Preis zwischen 1.200 und 1.600 je nach WoMo-Größe und Kabine (Doppel-/Mehrbettkabinen oder nur Sessel). Andree betont, dass es laut deutschem Botschafter keine weitere Fähre geben werde und bei einer Verschlimmerung der Krise bürgerkriegsähnliche Zustände zu befürchten seien.  

Argumente dafür und dagegen werden ausgetauscht. Die Fragen sind immer dieselben wie auch schon bei der ersten Fähre, die wohl inzwischen in Sete angekommen ist:

  • wie sicher ist die freie Fahrt durch Marokko zum Hafen – immerhin über 600 Kilometer?
  • was passiert, wenn auf oder beim Verlassen der Fähre ein Corona-Fall festgestellt wird?
  • Quarantäne im Hafen von Sete? Oder sogar auf dem Schiff?
  • wie sicher sind die 40 Stunden Fahrt auf der Fähre mit hunderten anderen Passagieren?
  • wie entwickeln sich die sanitären Bedingungen bei Sturm, wenn die Überfahrt länger dauert?
  • wie sicher ist die direkte Weiterfahrt durch Frankreich nach Deutschland?
  • was bedeutet keine weitere Fähre? Nie wieder? Sehr unwahrscheinlich!

Die Diskussion wird sehr offen geführt. Wir setzen uns alle auch mit Aicha und Reinhard zusammen.  

Für uns ist schnell klar: wir für uns nehmen das Angebot nicht an. Zu viele offene Fragen und keine Sicherheiten. Es sind noch weit über 1.000 andere Wohnmobilisten in Marokko verstreut.

Die aktuellen Infektionszahlen von offiziell unter 500 im Land sprechen auch für unsere Entscheidung. Auch wenn die Dunkelziffer hoch sein wird, ist die Zahl niedriger gegenüber den europäischen Ländern.

Außer dem französischen Ehepaar mit Tochter bleiben erstmal alle hier und warten ab. Die vier Leute aus den beiden zuletzt angekommenen Wohnmobilen haben sich auf die Liste setzen lassen und warten nun auf die Bestätigung. Wenn die dann da ist, wollen sie die endgültige Entscheidung treffen, ob sie fahren oder nicht. Die 1.600 Euro für die Buchung wären bei Nichtantritt allerdings weg. Für mich eine verwunderliche Entscheidung, da sie die schreckliche Situation an der Grenze bereits schon einmal durchlebt haben. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Die Fähre nach Sete sticht in See

29.03.2020
Die Fähre nach Sete sticht in See

Die Gruppen berichten, dass die Fähre um 14 Uhr in Tanger Med angekommen ist. Die geplante Abfahrt um 16 Uhr wird sich also verschieben. Erst in der Nacht kommt sie dann los. Einzelne PKWs stehen auf dem Deck. Vielleicht haben sie eine Matratze im Auto liegen und gelten somit als Camper?

Ein ganzer Fahrstreifen auf dem Deck ist leer. Dort sollen wohl normalerweise die Motorräder stehen. Es sind wohl auch einige Zweiräder auf dem Platz, aber von denen wird keines mitgenommen.

Nach Abfahrt der Fähre ist der Hafen-Parkplatz wohl leer.

Es heißt nun, dass es ab Montag um 18 Uhr eine Telefonnummer geben wird, unter der man einen Platz für die nächste Fähre am Donnerstag reservieren kann. Mit der Buchungsbestätigung kann man wohl auch die Fahrt durchs Land antreten.

Die Entscheidung bei uns beiden fällt durch einen Blick: wir bleiben hier.

Um 15 Uhr gibt es heute Kaffee und Kuchen. Eine der anwesenden Damen hat Geburtstag. Aicha richtet eine Tafel mit mehreren Kuchen und Muffins. Ja, an der guten Versorgung hapert es hier nicht.  

Natürlich ist eines der Hauptthemen wieder Corona und die Auswirkungen sowie unsere Situation. Die meisten hier gehen das sehr entspannt an.

Am Abend machen wir uns den Tintenfisch, den wir gestern im Markt gekauft haben. Dazu gebratenes Gemüse (Paprika/Mohrrüben) und Brot.

Ach ja, in Deutschland wurden in der Nacht die Uhren umgestellt. Jetzt müssen wir beim Fernsehen aufpassen, alles kommt jetzt eine Stunde früher. Wir verpassen den Tatort und schauen dann die Ausstrahlung um 20:45 unserer Zeit auf ONE.

Einkaufen im Supermarkt

28.03.2020
Einkaufen im Carrefour-Supermarkt

Heute nehmen wir uns vor, mal wieder einkaufen zu fahren. Die Situation ist nicht ganz klar. Eigentlich benötigt man ein Dokument, damit man einkaufen fahren darf. Dies gilt auch immer nur für eine Person.

Wir schnappen uns trotzdem den Smart und düsen los. Außer dass sehr wenig Verkehr ist und kaum Menschen auf der Straße sind, fühlt sich alles normal an. Es gibt keine Kontrollen und wir kommen unbehelligt auf den Parkplatz des Supermarktes an.

Beim Betreten des Marktes werden unsere Hände mit Desinfektionsspray eingesprüht. Auch die Kassiererinnen werden ab und zu mit dem Spray versorgt. Die Griffe der Einkaufswägen werden nach dem einsammeln auch jedes Mal desinfiziert.

Ein Viertel der Einkaufenden tragen einen Mundschutz. Wäre dem nicht so, würde man auch hier nicht merken, was draußen in der Welt vorgeht. Alles sehr entspannt. Die Regale sind voll. Wir kaufen in Ruhe ein. Wir haben das Gefühl, dass die Preise ein wenig angezogen haben. Haben aber keinen direkten Vergleich zu früheren Einkäufen.

Wir kommen auch wieder zum Campingplatz zurück ohne eine Kontrolle, Polizei und/oder Militär gesehen zu haben.

Abends kochen wir dann Paprikagulasch mit Semmelknödel. Lecker.

Ein Schiff wird kommen

27.03.2020
Ein Schiff wird kommen …

Wie wir am Vortag von den Neuankömmlingen erfahren haben, wurden die Autoschlangen vor der Grenze zu Ceuta aufgelöst und auf den großen Parkplatz im Hafen von Tanger Med, einem weiteren großen Parkplatz und einem Campingplatz verteilt. Die extreme Situation mit Wasserversorgung und Entleerung der Toiletten aus den Fahrzeugen entspannt sich etwas. An allen Stellen gibt es zumindest eine Ver- und Entsorgungsstelle.

Insgesamt sollen um Tanger Med und Ceuta zwischen 1.000 und 2.000 Fahrzeuge stehen und auf eine Fähre nach Europa warten. Wir sind immer noch 600 Kilometer von dort entfernt und fühlen uns weiterhin sehr wohl mit unserer Entscheidung. Eben hier auf dem Campingplatz bei der Familie Schatz in Marrakech in Ruhe die Entwicklung abzuwarten.

Dann kommt Unruhe in den Foren – vor allem in der „Wohnmobil Ausreise“. Die Gerüchteküche fängt an zu brodeln. Dann wird es aber von der Botschaft wohl bestätigt: Es soll wohl eine Fähre geben, die zweimal von Tanger Med nach Sete in Frankreich fährt. Einmal am Sonntag und einmal am Donnerstag. Kosten 1.200 bis 1.600 Euro. Der Preis ist so hoch, da die Fähre jeweils leer von Sete nach Marokko fährt. Dann geht es mit der Diskussion los, ob auch PKWs oder Personen ohne Fahrzeug mitdürfen. Es geht hin und her. Schlussendlich scheint es klar zu sein, dass nur Campingfahrzeuge mitdürfen.

Die erste Fuhre am Sonntag soll nur für die Wohnmobile sein, die bereits in Tanger Med auf dem Parkplatz im Hafen stehen. Wohl 170 bis 190 Stück. Die Gerüchteküche springt wieder an: die Fähre ist gar nicht so groß, es passen nur ca. 100 Fahrzeuge drauf.

Die Pässe der dort wartenden werden mit den Kreditkartendaten eingesammelt für die Buchung. Wir sind gespannt, wie sich das entwickelt. Wir haken es für uns ab, da noch so viele Wohnmobile im Norden stehen. Wir rechnen uns keine Chance aus, auf eine der beiden Fähren zu kommen.

Der Meinung sind auch die anderen Mitcamper auf dem Platz. Auch von den Gruppen weiter im Süden hört man, dass sie sich nicht vom Fleck bewegen wollen.

Neue Gäste auf dem Platz aus Ceuta

26.03.2020
Neue Gäste auf dem Campingplatz SCHATZ in Marrakech

Heute kommen zwei deutsche Wohnmobile an. Wie sich herausstellt, haben die vier Insassen die letzten Tage in Ceuta an der Grenze verbracht. Dort haben sie sich als die sogenannten „Krisenmanager“ betätigt. Gespräche mit Presse und der deutschen Botschaft in Rabat geführt und die Gruppe informiert.

Wie sie dann am Abend beim Abendessen berichtet haben, hat aber alles nichts gebracht. Letztendlich haben die Polizei und das Militär den kilometerlangen Stau vor der Grenze von Marokko zu Ceuta aufgelöst und die über 1.000 Fahrzeuge (Wohnmobile und PKWs) auf zwei Parkplätze verteilt. Einer davon ist der Hafen von Tanger Med. Beide Plätze wurden dann abgeriegelt. Also keiner kommt von dort mit dem Wohnmobil wieder weg. Zu Fuß, mit dem Fahrrad, Roller, Motorrad oder separaten PKW kann man jedoch einkaufen gehen.

Die vier haben die Abfahrt gerade noch vor der Räumung geschafft und konnten die 600 Kilometer in den Süden bis nach Marrakech zurücklegen. Sie hatten ähnliche Gründe wie – vor allem die Sicherheit hier, das schöne Umfeld und die Nähe der Besitzer zu Informationen über die Ereignisse mit deutscher Sicht.

Die Erzählungen haben uns erneut bestätigt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben: einfach in ruhiger und sicherer Umgebung abzuwarten. Zuerst war es richtig in Tafraoute Stellung zu beziehen und die Situation einzuschätzen. Dann war es für uns genau richtig, den Weg nach Marrakech auf den deutsch geführten Campingplatz SCHATZ anzutreten – vor allem wegen der Sicherheit der medizinischen Versorgung und bei Notwendigkeit einen besseren Zugriff auf Medikamente und/oder eine Möglichkeit per Paket/Kurier erreichbar zu sein.

Kleine Arbeiten, sonst ruhiger Tag

25.03.2020
Kleine Arbeiten, sonst ruhiger Tag

Wie jeden Tag nehmen wir uns ein paar Dinge vor, die wir heute erledigen wollen: aufräumen, staubsaugen, Heckgarage neu einräumen, am Video weiter arbeiten und noch einiges mehr … und wir (fast) immer schaffen wir nur die Hälfte. Aber das ist auch OK, denn wir haben keinen Druck.

Gedanklich haben wir uns damit abgefunden, dass wir bis mindestens Ende April hier festsitzen werden. Trotzdem verbringen wir 2-3 Stunden am Tag damit, uns auf dem Laufenden über die sich immer verändernde Situation zu halten. Das heißt Radio/Fernsehen verfolgen und Webseiten von Botschaften, Fährgesellschaften und einschlägigen Seiten checken sowie den ganzen Tag über die speziellen WhatsApp-Gruppen verfolgen.

Für alle, die mit Nachdruck auf Ihre sofortige Ausreise hinarbeiten die Gruppe „Wohnmobil Ausreise Marokko“ mit ca. 250 Teilnehmer und für alle, die das etwas lockerer sehen die Gruppe „Wagenburg Marokko“ mit ca. 150 Teilnehmern. Die Letztere bildet eher unsere Linie ab. Das heißt aber nicht, dass wir nicht ausreisen wollen. Aber nicht um jeden Preis. Sondern nur, wenn die Überfahrt und die Weiterfahrt nach Deutschland gesichert ist. Bis dahin gilt immer noch unser Motto: Da wir kein Haus/Wohnung in Deutschland mehr haben ist es eigentlich egal, wo wir auf einem Wohnmobilstellplatz stehen: Allein bei Regen und in der Kälte in Deutschland oder hier bei 25 Grad in der Sonne mit Pool und sehr guter Versorgung.   

Webseite erstellen, Medikamente besorgen und ein wenig nachdenken …

24.03.2020
Ein bisschen Arbeiten und organisieren

Es ist jetzt 11 Uhr, das Frühstück ist beendet. Bevor wir uns endlich wieder dem nächsten Video auf YOUTUBE widmen können, habe ich noch ein ToDo auf dem Plan: Anruf bei meiner Hausärztin wegen der Verschreibung von Medikamenten. Noch habe ich genügend Vorrat. Aber wenn wir länger festsitzen sollten, muss ich mir einen Plan B überlegen. Das einfachste wäre, die Medikamente, die ich hier in Marokko nicht bekomme, von Deutschland per Post oder Kurier zusenden zu lassen. So einfach ist das aber gar nicht, da eine Verschreibung ohne Versichertenkarte eigentlich nicht möglich ist. Aber auch dieses Problem ist gelöst. Wir (bzw. Katrin, Uwes Kusine in Göppingen) hat das Rezept.

Keinen Tag zu früh wie es sich rausstellt, denn manche Arztpraxen in Deutschland müssen schließen, da sie Corona-Infizierte behandelt haben deshalb erstmal auch 2 Wochen in Quarantäne müssen.

Wir checken auch mal wieder die Gruppenposts. Da geht es ganz schön rund. Viele haben Panik. Klar, das ist verständlich. Stehen vor der Grenze und können nicht vor und nicht zurück. Aber – ich traue es mich fast nicht zu schreiben – man könnte auch sagen: Das war abzusehen und die Anreise zur Grenze war die eigene Entscheidung. Immerhin sagt die Botschaft seit 8 Tagen, dass man bleiben soll wo man ist und seit jetzt 4 Tagen herrscht Reisesperre. Aber jeder muss für sich selbst entscheiden und tut, was er tun muss.

Inzwischen ist auch von der Botschaft bestätigt, dass man nach Ablauf der 90 Tage in Marokko vorerst keine Visumverlängerung benötigt. Für uns ja noch kein Thema, da wir noch 6 Wochen Spielraum haben.

Vor einer Woche haben wir noch im Palmenhain in Tafraoute Teile für unsere Markise anfertigen lassen: eine Frontabdeckung, 2 Seitenteile mit Türe und 4 Radabdeckungen. Alles wurde am Donnerstag noch geliefert, bevor wir gefahren sind. Allerdings waren die Seitenteile etwas zu lang, so dass etwas nachgebessert werden musste. Heute nun kam der Lieferant auf den Platz. Wir waren natürlich nicht mehr da. Aber Maren und Ralf haben die Teile entgegengenommen und die Restsumme ausgelegt. Jetzt müssen wir uns nur noch irgendwie treffen, wenn das Reisen wieder erlaubt ist. So lange leben wir jetzt schon mal mit unserer Frontabdeckung.

Ansonsten habe ich heute eine neue Homepage angefangen, die ich schon 2 Wochen vor mir herschiebe. Deshalb musste die Fertigstellung des neuen Videos für unseren YOUTUBE-Kanal noch etwas warten – Business geht vor. Und ein wenig zusätzliches Geld können wir gebrauchen. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass meine VHS-Kurse in Göppingen, Kirchheim und Donzdorf im April und Mai wirklich stattfinden. Auch unsere beiden Vorträge in KH und GP werden wohl abgesagt oder zumindest in das Herbst-Semester verschoben.

Jetzt müssen wir noch eine wichtige Frage klären: Was gibt es heute zum Essen. Der Nachtisch mit selbst gemachtem Grießpudding und Erdbeermus ist schon mal fertig. Tini sagt gerade: Lass dich mal überraschen – na das mach ich doch einfach!

Es war lecker, sehr lecker: Aufgeschäumte Tomaten-Paprikasuppe mit geröstetem Brot. Und dann noch der Nachtisch für später … uns geht’s doch gut.

Brot haben wir ja immer genug. Jeden Morgen fährt Aicha los zu Bäcker und legt jedem Camper jeweils zwei Tüten auf unserem Tisch vor dem Wohnmobil: eine mit zwei Fladen, Baguette oder Brötchen und die andere mit zwei „süßen Stückchen“ wie Schneckennudel und/oder Schoko-Croissants für den Nachmittagskaffee. Daran kann man sich gewöhnen …

Ausruhen

23.03.2020
Ruhiger Tag

Heute ist ein ruhiger Tag geplant. Gerade schreibe ich diese Zeilen – auch für die letzten Tage, checken unsere Social Media-Kontakte und kontrollieren unsere Webseite. Da muss ich auch mal wieder was gemacht und Daten aktualisiert werden. Auch zwei YOUTUBE-Filme warten auf die Fertigstellung. Kommt alles. Jetzt haben wir Zeit. Aber das sagen wir schon seit Monaten. Irgendwie verstehen wir jetzt die Rentner, die nie Zeit haben. Nein, falsch: verstehen können wir das nicht – wir stellen nur fest, dass es so ist!

Ein paar Telefonate sind auch noch fällig. Wir haben nämlich noch ein Gesprächsguthaben auf unserer SIM-Karte, das morgen Nachmittag zerfällt. Also rufen wir mal bei meiner Mutter und den Kindern an. Das Problem mit unserer abgelaufenen Krankenversicherung gehen wir auch an.

Unsere Frage, wie das mit den Auslandskrankenversicherungen aussieht, wenn man nicht nach Deutschland zurückkehren kann, bleibt leider erstmal unbeantwortet. Es gibt dazu keine Vorgabe. Aber unser Versicherungsmakler kümmert sich drum und wird uns entsprechend informieren.

Grenzen zu – alle Fähren vorerst gestrichen

22.03.2020
Grenze zu Ceuta ab 0 Uhr geschlossen

In der Nacht kommt noch eine Meldung von der Botschaft: Ab morgen um Mitternacht werden die Außengrenzen von Marokko geschlossen. OK, wir warten ab. Die Meldungen von den durchfahrenden Wohnmobilen aus Spanien und Frankreich sind meist positiv. Die Durchfahrt wird ohne große Behinderungen ermöglicht. Die Autobahn darf nur für Einkäufe, Tanken und Übernachtung verlassen werden.

Offiziell sind auch alle Fährverbindungen gestrichen. Auch die bis gestern noch verkehrenden 2 Fährverbindungen von Ceuta nach Algeciras. In der Gruppe “Wohnmobil Ausreise Marokko” hört man so ab und zu, dass es weiter geht und einzelne Fähren doch noch fahren. Aber an der Grenze tut ich nichts. Keiner kommt mehr in die spanische Enklave Ceuta rein. Liegt aber wohl nicht an den Marokkanern, sondern an den Spaniern.

Wir haben seit Tagen ein Problem mit unserer Sat-Anlage. Sie findet keinen Satelliten mehr und wir haben alles getan um das zu beheben. Normalerweise sehen wir im Ausland wenig fern, aber in diesen Zeiten ist es uns doch ein Bedürfnis, gut informiert zu sein über die Situation in Europa und natürlich in Deutschland.

Reinhard (Betreiber Campingplatz) gibt uns eine kleine, portable SAT-Antenne. Mit der kleinen Ausführung bekommen wir zwar keinen Empfang, aber wir können unsere Anlage auf dem Dach genau danach ausrichten. Kein Empfang – kein Ausschlag in der Empfindlichkeit. Eigentlich kann es dann nur die Antenne sein. Also ziehe ich mit Aicha los und kaufe in einem kleinen Laden eine Schüssel mit 90 cm Durchmesser, die Befestigung und ein Rohr zur Befestigung. Alles zusammen 11 Euro. Das ist mir der Test wert, ob das Problem bei unserer automatischen Oyster-Antenne liegt. Aicha hat noch einen neuen LNB. Was noch fehlt ist ein Antennenkabel. Daran habe ich nicht gedacht. Aber Reinhard hilft. In der Garage liegen 50 Meter Kabel, wo ich mir 5 Meter abschneiden kann. Was fehlt sind die Stecker. Also improvisieren mit Klammern und Isolierband.

Endlich alles angeschlossen. Aber wir müssen feststellen, dass es doch nicht ganz so einfach ist. Der Oyster-Receiver ist für die Automatikantenne und nicht für eine manuelle Antenne ausgelegt. Er sucht immer zuerst die Dacheinheit. Wenn er sie nicht findet, zeigt es einen Fehlercode. Also nochmals umstecken, mit SAT-Finder schauen, was sich tut. Zum Vergleich stecke ich nochmal die Automatik-Einheit an … und man glaubt es kaum: Plötzlich erklingt der TV-Ton. Wir schalten durch – und alle Sender sind da! Warum auch immer!?

Ein Tag umsonst eingekauft, geschaltet, umgesteckt, Kabel gebastelt … aber das Ergebnis zählt.

Aícha freut sich. Sie wollte immer schon eine zweite Antenne für „ihre“ arabischen Sender haben. Ich will Ihr die Antenne schenken. Aber da habe keine Chance. Sie besteht auf die Bezahlung und drückt mir das Geld in die Hand.  

Einkauf in Marrakech

21.03.2020
Es war die richtige Entscheidung

Beim Frühstück checken wir erstmal die Foren. Zwar sind die Einträge wie üblich sehr unterschiedlich, teilweise widersprüchlich. Aber sie bestätigen die Richtigkeit unserer Entscheidung. Denn einige Wohnmobile werden auf der Fahrt in den Norden aufgehalten und wieder zurück zu Ihren Campingplätzen in Zagora und Sidi Kaouki (bei Essaouira) geschickt.

In Deutschland werden die Einschränkungen auch restriktiver. Es dürfen sich nur noch maximal 2 Personen oder Familien „zusammenrotten“. Nach unserer Meinung haben wir für uns also die richtige Entscheidung getroffen.

Ein kleiner Test steht noch aus. Wir müssen einkaufen in die Stadt und starten zum Supermarkt CARREFOUR. Laut Aicha benötigen wir dazu einen Passierschein der Polizei. Gestern war sie im Supermarkt MARCHE. Der Parkplatz voll und eine lange Schlange am Eingang. Alle wollten noch vor dem Ausgehverbot einkaufen. Es durften auch immer nur eine bestimmte Anzahl von Personen in den Markt. Zudem durfte immer nur eine Person zum Einkaufen, die andere muss im Auto bleiben.

Wir versuchen es trotzdem. Smart runter vom Hänger und los geht’s – ca. 10 Kilometer in die Stadt. Angekommen am CARREFOUR stellen wir fest … nichts. Wenig Fahrzeuge auf dem Parkplatz. Wir steigen aus und gehen zu zweit einkaufen. Keinerlei Probleme. Die herumstehenden Einkaufswägen werden vom Personal eingesammelt und die Griffe desinfiziert. Zu den KassiererInnen kommen nach jedem Kunden HelferInnen zur Händedesinfektion. Die Regale sind voll und sämtliche Produkte sind in ausreichenden Mengen vorhanden. Alle Menschen im Markt sind auch sehr entspannt, nur vereinzelt mit Mundschutz. Aber niemand geht den anderen extrem aus dem Weg.

Nächtliche Aufregung und Fahrt nach Marrakech

20.03.2020
Nächtliche Aufregung

Um 02:30 klopft es mehrmals an unser Wohnmobil und ein Kind oder eine Frau sagt etwas. Wir schrecken aus dem Schlaf hoch. Jetzt regt sich nichts mehr. Aber an einfach weiter schlafen ist nicht mehr zu denken. Wir sind der Meinung, dass es kein Deutsch war, sondern eher französisch.
Was will jemand mitten in der Nacht von uns? Müssen wir den Platz verlassen?
Zu dieser Zeit wohl kaum.
Durch die Fenster sehen wir nichts. Es ist Nacht. Wir trauen uns aber nicht, die Türe zu öffnen und nach zu sehen.

Dazu muss ich erklären, dass wir zwar in einer Gruppe zusammen, der Bereich aber sehr weitläufig und durch große Palmen getrennt ist. Wir sind vom Nächsten ungefähr 30 Meter entfernt und durch einen Palmenreihe getrennt. Wir sehen vor unseren Fenstern keinen unserer Nachbarn.

Als wir dann aber ein Fahrzeug wegfahren hören, wird es uns dann doch mulmig. Müssen wir doch vom Platz? Aber dann hätten die anderen uns doch verständigt? Und zwar lautstark, dass wir das auch mitkriegen. Also hilft nichts, wir müssen raus. Sonst haben wir keine Ruhe mehr.

Und – tatsächlich. Die Österreicher Claudia und Heimo mit ihrem Feuerwehrauto und auch Wolfgang mit seinen Landcruiser sind weg! Maren und Ralf, die Italiener und die Neuseeländer sind aber noch da. Wir finden dann auch einen Zettel vor der Türe von Claudia. Beide konnten nicht schlafen und haben sich entschlossen mitten in der Nacht los zu fahren Richtung Ceuta. Sie wollen am Stück die fast 900 Kilometer durchfahren, eine Fähre nach Spanien buchen und nach Österreich heimfahren.

Jeder muss seine eigenen Entscheidungen treffen, mit denen er sich wohl fühlt. Auch wir überdenken natürlich immer wieder unsere Situation. Was wir gar nicht einschätzen können, ist der Ausnahmezustand und das Ausgehverbot.

Situation zum Verlassen des Landes

Wir versuchen uns übers Internet, Facebook, die deutsche Botschaft und vor allem in  WhatsApp-Foren aktuell informiert zu bleiben. Wobei viel Panikmache und unbestätigte Meldungen die Selektion schwer machen, was wahr ist und was nur auf Vermutungen und Spekulationen beruht.

Wir verlassen uns vor allem auf zwei Foren, die Maren und Ralf eingerichtet haben.

  1. Wohnmobil Ausreise Marokko
  2. Wagenburg Marokko

Also einmal für alle, die sofort ausreisen wollen und die Wagenburg für alle, die vorerst mal bleiben wollen. Auch hier muss man ein wenig selektieren und sich auf sein Gefühl verlassen.

Klar ist aber: alle Fährverbindungen von Marokko nach Europa, auch die meist genutzte von Tanger Med nach Algeciras, sind definitiv geschlossen. Man hört (bestätigt auch durch die Botschaft), dass es nur noch den Weg über Ceuta gibt. Von dort sollen Fähren nach Algeciras fahren.

Der Landstrich Ceuta im Norden von Marokko liegt zwar auf marokkanischem Gebiet, gehört aber zu Spanien. Man reist also auf dem Landweg dort nach Spanien ein und nimmt die Fähre von Spanien nach Spanien.

Alles scheint auch zu funktionieren. Sogar die Tickets, eigentlich von Tanger Med nach Algeciras bleiben auf diesem Weg gültig.  Aber es gibt auch einige Meldungen, die von Angst und Panik geprägt sind. Die Fähren fahren – die Fähren fahren nicht – schlechtes Wetter – Fähre fährt nicht – doch eine Fährgesellschaft fährt doch – hunderte von Wohnmobilen an der Grenze – wir sind gerade problemlos über die Grenze nach Ceuta – gerade verlassen zwei Fähren Algeciras – wir sind auf der Fähre – alles problemlos – Personal sehr freundlich – wir kommen nicht mehr über die Grenze … usw, usw.

Dann kommt die bestätigte Meldung, die gestern noch als Gerücht kursierte: ab heute abend 18 Uhr ist definitiv der Ausnahmezustand ausgesprochen und damit auch eine generelle Ausgangssperre. Nur noch Lebensmittel-Einkauf, Apotheke, Arztbesuch oder Weg zur Arbeit ist erlaubt. 

Keiner weiß aber, was das wirklich bedeutet. Jetzt müssen wir auch eine Entscheidung treffen. Fahren oder hier im Palmenhain bleiben?
Wegen der tollen Gemeinschaft würden wir gerne hierbleiben und wir wollen auf keinen Fall zur Grenze fahren. Viel zu unklar die Situation dort. Was nützt es uns, dann vor der Grenze oder in Ceuta in der Schlange zu stehen? Vielleicht ohne Versorgung?

Und wenn wir auf die Fähre kommen, was erwartet uns in Spanien? Was in Frankreich? Was in Deutschland?

In Deutschland ist inzwischen auch ein Ausgehverbot erlassen worden. Nicht mehr als 5 Menschen dürfen sich versammeln. Also was sollen wir in Deutschland? Wir haben ja keine Wohnung mehr und würden dann irgendwo auf einem Stellplatz stehen. Wenn man das noch darf? Gut, wir kämen auch irgendwo privat unter. Da sind wir sicher.

Wir sind uns da einig: bei diesen Aussichten bleiben wir lieber hier in Marokko in der Sonne und Wärme. Es stellt sich nur eine Frage: ist der Standort Tafraoute im Palmenhain der Richtige?
Vom Gefühl her – JA. Die tolle Gemeinschaft und Unterstützung, das gemeinsame Einkaufen, Essen und der Informationsaustausch hat was.

Aber was ist, wenn bei mir gesundheitlich etwas schief geht? Das nächste größere Krankenhaus wäre in Agadir, ca. 170 Kilometer entfernt. Unter normalen Umständen leben wir damit natürlich. Immer kann irgendetwas passieren. Tini musste in Marokko auch schon einen Tag in die Klinik „wegen Rücken“. Von meinen lebensnotwendigen Medikamenten habe ich zwar einen Vorrat. Aber in 6 Wochen habe ich dann ein Problem.

Fahrt nach Marrakech

Wir erörtern alles beim Frühstück und kommen zum Ergebnis:
Auf keinen Fall fahren wir zur Grenze aus den oben genannten Gründen. Aber wir werden die 400 Kilometer auf uns nehmen und nach Marrakech fahren. Dort ist die gesundheitliche Versorgung sehr gut und wir kennen durch Tinis Rückenprobleme bereits einen deutsch sprechenden Arzt dort.

Zudem fühlen wir uns auf dem Campingplatz SCHATZ, ca. 10 Kilometer vor Marrakech, sehr gut aufgehoben. Reinhard ist Deutscher, seine Frau Aicha ist Marokkanerin. Sie betreiben ein Hotel mit einem Campingplatz und sprechen französisch, arabisch, englisch und natürlich deutsch. Sie haben viele wichtige Verbindungen für Probleme aller Art und auch zur Polizei für aktuelle Infos zu den Reisebestimmungen.

Entscheidung: Abfahrt 11 Uhr über das kleine Atlasgebirge, Tiznit und Agadir nach Marrakech. Die Strecke wird sicherlich nicht Tinis Lieblingsstrecke! Enge, teils einspurige Bergstraßen und Serpentinen sowie starker Regen und dichter Nebel.

Sonst ist auf den Straßen viel weniger Verkehr als sonst. Auch die Orte, durch die wir fahren, sind teilweise wie ausgestorben. Andere wirken wieder, als sei nichts geschehen. Ein Autofahrer wird angehalten und erhält einen lautstarken Verweis der Polizei, weil im Auto vier Personen sitzen.

Unterwegs sehen wir schon, dass wir die Ankunft bis zum Beginn der Ausgangssperre um 18 Uhr nicht schaffen. Um 19 Uhr kommen wir dann am Campingplatz an. Problemlos ohne Sperren und ohne Kontrollen.

Fatales Missgeschick – Unfall

19.03.2020
Fahrt zum Tanken mit einem fatalen Missgeschick

Kurz zur Situation: wir stehen noch immer im Palmenhain, ca. 1 Kilometer vor Tafraoute. In Richtung Ort hat es weitere Palmenhaine und auch 2 Campingplätze. Unserer ist am weitesten vom Ort entfernt und auch etwas versteckt. Deshalb stehen hier auf ca. 2 ha nur 10 Fahrzeuge. Unsere kleine Gruppe verändert sich immer wieder. Die Schweizer (Brigitte und Rene) sind inzwischen weitergezogen. Dafür hat sich ein Ehepaar aus Neuseeland zu uns gesellt. Die sind ein Jahr in Europa und nun in Marokko mit dem WoMo unterwegs. Eine illustre Gruppe also.

Heute früh kam der Besitzer/Platzwart/Nachtwächter von unserem Palmenhain und gibt uns einen Zettel mit Verhaltensregeln. Keine Ansammlungen. Verlassen des Platzes nur für Einkäufe. Dazu gibt er uns einen Zettel der Verwaltung, den wir ausfüllen müssen. Name, Kennzeichen und Zeiten der Einreise nach Marokko und Anreise nach Tafraoute. Alles sinnvoll.

Wir werden heute mit dem Wohnmobil in den Ort fahren – der Tank ist fast leer und man weiß ja nie. Es sind weniger Leute unterwegs als sonst, aber alle sehen entspannt aus. Wenige tragen einen Mundschutz und mehr Frauen als sonst tragen einen Schleier.

Das Missgeschick:
Wir fahren in den Ort, kommen gerade aus dem Kreisverkehr – und plötzlich rennen wild winkende Menschen auf die Straße und zeigen uns an, dass wir anhalten sollen. Gehört und gefühlt haben wir es auch schon. Es gab Erschütterungen und Stöße am Fahrzeug.

Oje, im Rückspiegel sehe ich das Malheur: unsere Tür der Heckgarage auf der Beifahrerseite ist bei der Ausfahrt aus dem Kreisverkehr aufgegangen und hat zum einen zwei parkende Fahrtzeuge mehrmals touchiert, ist dann abgebrochen und liegt mitten auf der Straße.

Sofort eilen Menschen von der Straße und den Geschäften herbei und helfen, die aus der Garage heraus gefallenen Gegenstände aufzuheben und zum Wohnmobil zu bringen.

Ich gehe erstmal zu den beschädigten Fahrzeugen. Das meiste hat ein neuer Mercedes GLS 300d abbekommen. Hinterer Kotflügel, Türe und vorderer Kotflügel haben einige heftige Dellen und Kratzer. Der Fahrer des Mercedes spricht leider kein Englisch. Auch von den umstehenden kann niemand dolmetschen. Aber alle sind sehr entspannt, ohne Hektik und Aufregung.

Mit Händen und Füßen verständige ich mich mit dem Fahrer und versuche eine Lösung zu finden. Der beruhigt erstmal mit den Händen und telefoniert. Dann nimmt er sein Handy und fotografiert den Schaden – telefoniert wieder. Ich rufe Maren im Palmenhain an und frage nach der Telefonnummer von Els. Maren ruft Els direkt an und teilt ihr unseren Standort mit. Sie ist aus Belgien und spricht sehr gut Französisch und Englisch. Ihr Fahrzeug ist zurzeit auch im Ort zum Lackieren.

Ich gehe zurück zum Auto, das 50 Meter weiter immer noch mitten auf der Straße steht. Durch parkende Fahrzeuge, ist kein Durchkommen für Autos. Deshalb leiten Umstehende die ankommenden Autos an der Kreuzung gleich auf die Parallelstraßen um.

Bei Tini steht inzwischen ein junger Mann in Latzhose und sieht sich den Rahmen mit den herausgerissenen Scharnieren und die Türe an. Er erklärt uns dann in englisch, dass das kein Problem sei. Er könne das reparieren. Wir zucken mit den Schultern, noch etwas unter Schock. Er packt die Türe und lädt sie in einen Transporter.

Ich gehe wieder zu dem beschädigten Fahrzeug. Inzwischen ist ein Polizist eingetroffen, der zumindest ein wenig englisch kann. Der erklärt mir, dass der Mann mit dem 4 Wochen alten Mercedes nur der Fahrer ist und dem Besitzer Fotos vom Schaden geschickt hat.

Unser Mechaniker mit der Türe kommt hinzu und spricht mit dem Polizisten. Der nickt und sagt, wir sollen das Fahrzeug wegfahren und dem Transporter folgen in die Werkstatt. Ich bin etwas verwirrt und viele Fragen schießen mir durch den Kopf: Der Schaden? Meine Personendaten? Fahrzeugdaten? Versicherung? Grüne Versicherungskarte?

Alles erledigt, wir sollen fahren. Jetzt kommt noch ein Ladenverkäufer hinzu, den wir schon vom Palmenhain kennen. Der spricht sehr gut deutsch. Er erklärt mir, dass wirklich alles in Ordnung ist. Wir sollen weiterfahren. Der Mercedes gehört einem reichen Mann und der will nichts von uns.

Wahrscheinlich schaue ich ziemlich dumm aus der Wäsche, denn das kann ich gar nicht glauben. Aber alle umstehenden lächeln mich an und nicken: „It’s OK. No Problem. He’s a rich man – a very rich man.“. Ich bedanke mich bei allen umstehenden – natürlich ohne Handschlag. Aber mit „Schokran“ und eine Hand auf dem Herzen. Das bedeutet so viel wie „Herzlichen Dank“. Die Geste wird von den Umstehenden mit einem Lächeln und freundlichen Nicken erwidert.

Inzwischen ist auch Els mit dem Fahrrad eingetroffen. Gefolgt von dem deutsch sprechenden Händler auf dem Moped und Els auf dem Fahrrad folgen wir langsam dem Transporter mit unserer Türe. Die Fahrt geht an den Stadtrand in eine kleine Werkstatt. 

Der junge Mann und ein zweiter aus der Werkstatt schauen sich das Ganze an und fangen gleich an zu arbeiten.  Els fragt gleich mal, was das kosten wird. Die Männer sind nicht ganz so begeistert, dass eine Frau sich einmischt 😊, aber wir fühlen uns dadurch sicherer. Der deutsch sprachige Händler bestätigt auch, dass alles gut wird und der Preis schon stimmen wird. Els bleibt aber hartnäckig und fragt nochmal nach.

Nach ca. 1 Stunde ist die Türe wieder an seinem Platz. Ein bisschen klopfen, hämmern, ein paar neue Löcher, größere und längere Schrauben, Unterlagscheiben. Das Scharnier sitzt, die Tür schließt.
400 Dirham = 40 Euro kostet das Ganze. Für marokkanische Verhältnisse eher viel. Für uns aber voll OK. Ich glaube Els hätte da noch ein wenig nachverhandelt. Aber wir sind froh, so glimpflich aus der Sache raus gekommen zu sein.

Unser Dolmetscher aus dem Souvenirladen will kein Geld für seine Hilfe. Er ist fast beleidigt – aber nur fast 😊. Wir versprechen ihm, in den nächsten Tagen in seinem Shop vorbei zu schauen. „Ja-ja, schaffe, schaffe Häusle baue,“ sagt er zum Schluss noch und fährt mit seinem Moped von dannen.

Wir fahren wieder zurück in die Stadt und gehen Tanken. Unter vielen lächelnden Blicken. Wahrscheinlich hat sich unser Missgeschick schon herumgesprochen und unser Wohnmobil fällt durch die bunte Beschriftung und die vielen Fotos auf.

Plötzlich stehen Ralf und Heimo vor uns. Sie sind vom Palmenhain reingelaufen und wollten sehen, wie es uns geht. Schön, in Marokko so eine „Familie“ zu haben.

Ausnahmezustand und Ausgehverbot:

Am Abend spricht es sich rum und wird dann auch durch Berichte bestätigt: Die marokkanische Regierung versetzt das Land ab morgen 18 Uhr in den Ausnahmezustand mit Ausgehverbot.

Das wird natürlich beim abendlichen zusammen sitzen in der Gruppe erörtert und diskutiert. Heimo hat für alle Chili con Carne auf dem offenen Feuer gekocht. Sehr lecker!  Zum Nachtisch gibt es noch Pancakes mit Zimt und Zucker, die Tini gebacken hat. Auch sehr lecker!

Marokko und Corona

18.03.2020 – Tafraoute in Marokko und Corona

Jeden Tag auch hier Neuigkeiten. Die Schulen und Restaurants haben geschlossen in Tafraout – wie wohl in ganz Marokko.

Die Versorgung ist aber noch gut. Alles auf dem Markt und in den Läden zu kriegen. In der 8.000 Einwohner Stadt Tafraout ist die Welt eben noch in Ordnung. Hier gibt es keine Supermärkte, sondern nur kleine Läden – davon aber ziemlich viele.

Dazu natürlich jede Menge kleine Straßenstände mit Obst, Gemüse, Gewürzen usw. . Heute war Souk (Markt). Auch nicht mehr so viele Stände wie letzte Woche Mittwoch, aber trotzdem sehr viel Auswahl.

Getankt haben wir auch. 1,09 Euro der Liter Benzin für den Smart. Diesel liegt inzwischen bei 0,86 Euro pro Liter.

Gestrandet in Marokko

Aus aktuellem Anlass unterbrechen wir unsere Posts von unserer Nordtour, die wir langsam aufs Laufende bringen wollen und posten erstmal die aktuellen Informationen von uns aus Marokko.

Denn auch uns hat das Corona Virus erfasst. Wenn auch nicht so schlimm, wie wir das von Italien, Spanien und sogar aus Deutschland hören.

Aber wir sitzen hier mit anderen WoMo-Reisenden erstmal auf einem Stellplatz in der Nähe von Tafraout fest. Klar könnten wir weiterfahren oder Richtung Norden. Aber Warum? Nirgends wird es besser sein. Und hier gibt es alles was wir brauchen.

Wir, das ist eine kleine Gruppe aus Schweizern, Österreichern, Holländern, Belgiern sowie unsere Freunde Maren und Ralf aus Göppingen. Mit den beiden hatten wir uns hier verabredet. Eigentlich nur für 1-2 Tage. Aber nachdem Ralfs Mutter nicht nach Marokko zu Besuch kommen konnte, bleiben die Beiden weiterhin hier auf diesem schönen Fleck in Marokko.

Wir Essen jeden Abend zusammen. Mal kochen alle zusammen, mal kocht einer für die ganze Gruppe mit 12 Personen – beispielsweise auch Pizza im selbst gebauten Steinbackofen mit Holzfeuer.

Uns geht es also erstmal gut. Machen können wir eh nicht viel, da alle Fährverbindungen nach Europa gestrichen sind. Ein Flug kommt für uns alle nicht in Frage, da wir ja unser Wohnmobil nicht hier stehen lassen können. Die meisten leben im Wohnmobil und haben alle benötigten Dinge bei sich. Wir auch. Was nützt uns da ein Heimflug, wenn alle Sachen die wir benötigen hier bleiben müssen?

Endlich – auf nach Dänemark

13.08.2019
Grenze nach Dänemark – Börsemose

Endlich geht’s los: Wir überqueren die Grenze nach Dänemark. So richtig bewusst ist es noch nicht, dass wir nicht in Urlaub fahren, sondern „unterwegs leben“ werden. Am meisten führen uns fremde Gesprächspartner das vor Augen.

Unser erstes Ziel ist der Südwesten von Dänemark. Natürlich direkt am Meer. Denn das zieht uns immer wieder an. Wir kommen eben aus einer bergigen Gegend, in der „Meer“ nicht alltäglich ist. 

Camping Börsemose ist ein Volltreffer. Übernachten direkt in den Dünen. Die Ausmaße des Platzes werden uns erst im Laufe unseres Aufenthaltes bewusst. Hinter jeder Sanddüne liegen weitere Stellplätze.

Wir verbringen die ersten ruhigen Tage seit langem. Ohne Termine. Ohne irgendwelche Punkte, die abgearbeitet werden sollten.

Abends machen wir ein tolles Picknick mit selbst gemachten Fleischküchle (Buletten) und Kartoffelsalat und natürlich einem Gläschen Sekt.

Dazu ein kleines Video an die Familie. Vor allem an die Krummbek‘er, bei denen wir fast 4 Wochen mit den letzten Vorbereitungen verbracht haben. 

Das Youtube-Video dazu …

Kiste kommt an – Montage

12.08.2019
Um 14 Uhr kommt die große Kiste auf dem Campingplatz an und wir gehen gleich daran, die Befestigung auf dem Hänger zu planen.


Dann geht’s mit dem Smart in den Baumarkt: Schlossschrauben, Unterlagscheiben und Bretter zur Verstärkung besorgen – dann noch Löcher bohren und festschrauben – alles klappt wie geplant. Puhh, da fällt uns ein schwerer Stein vom Herzen.

Dann kann es morgen ja los gehen! Nach Dänemark und dann immer weiter Richtung Norden …

Abfahrt nach Friedrichstadt – Kiste bestellt

07.08.2019
OK, das Problem mit dem Autotransport ist gelöst, aber wir haben immer noch ein paar Kilo zu viel im Wohnmobil. 150 Kilo haben wir in Schönberg noch abgespreckt. 250 Kg müssen noch auf den Hänger. Die Umlagerung unsere beiden E-Bikes sowie Stative, Werkzeug, Leiter und zwei Koffer mit Winterkleidung würden gewichtsmäßig passen – aber wohin damit?

Also muss eine große Lastkiste für den Anhänger her, die selbst möglichst wenig wiegt … und wieder einmal sofort lieferbar ist.

Aber auch das kriegen wir hin. In Friedrichstadt bestellen wir die große Plastikkiste und lassen sie an einen Campingplatz nach Flensburg liefern, auf den wir noch eine Zwischenstopp machen wollen, bevor er nach Dänemark geht.

Suche nach einem neuem Anhänger – Kauf und Anmeldung

05.08.2019
Nach viel diskutieren und recherchieren kommen wir zur Erkenntnis, dass ein neuer Anhänger her muss. Mindestens 1.8 t zul. Gesamtgewicht und mit möglichst wenig Eigengewicht. Auf der Suche stoßen wir schnell auf ein weiteres Problem: der Hänger muss ja sofort lieferbar sein, denn wir wollen ja los ans Nordkap. Also haben wir das Internet nach Händlern in der Nähe von Kiel abgegrast, telefoniert und verhandelt. Endlich haben wir mit dem Anssems den richtigen Hänger gefunden. Der große Vertrieb im Norden findet dann sogar einen  Händler, der einen 3-Tonnen-Anhänger auf Lager hat.

Wir lassen uns die Papiere zusenden und holen den Hänger nach der Anmeldung in Plön ab, fahren den Smart auf den Hänger und zischen ab Richtung Friedrichstadt.

Der alte Hänger bleibt im Hof von Andi vorerst mal stehen, bis wir ihn verkauft haben. Da haben wir dann ein paar Wochen später Glück: Mit Hilfe der Familie finden wir schnell einen Käufer.

Auto wiegen

04.08.2019
Zurück aus Wacken wollten wir endlich mal unser Fahrzeug wiegen, um zu wissen, wo wir mit unserem Gesamtgewicht liegen. Laut gekaufter Waage waren wir 400 KG überladen. Um diese Methode (jeder Reifen wird einzeln gewogen und dann das Gesamtgewicht berechnet) zu prüfen, sind wir zum Wertstoffhof gefahren. Aber auch dort zeigte sich das gleiche Bild: ca. 380 KG zu viel – also statt 4,25 t hatten wir 4,6 t. Definitiv zu viel, denn da waren weder wir als Passagiere noch die Anhängerlast von 100 Kg eingerechnet. So 150 Kg können wir vom WoMo auf den Hänger und in den Smart umladen. Mehr geht aber nicht, denn damit wäre auch der Hänger überladen.

Auch mit dem Hänger haben wir ein kleines Problem. Wenn wir vorwärts mit dem Smart auf den Hänger fahren, haben wir 0 Kg Last auf der Anhängerkupplung. Anders herum sind es aber fast 200 Kg, da der Smart einen Heckmotor hat. Durch den kurzen Anhänger mit einem zul. Gesamtgewicht von 1.35 t haben wir auch keinen Spielraum um das auszugleichen.

Da der Hänger auch etwas zu schmal für den Smart der 3. Generation ist, müssen wir uns was einfallen lassen.

Wacken Open Air

29.07. bis 04.08.2019
Am Montag ging es früh los in Richtung Wacken. Für Daniel gab es noch eine große Überraschung, als plötzlich sein Bruder aus Göppingen aufgetaucht ist, der sich auch eine Karte für Wacken besorgt hatte.

Wacken ist schon ziemlich speziell. Die Musik liegt uns beiden und es haben viele Bands gespielt, die wir gerne hören. Auch einige Altrocker wie z.B. Saxxon und Uriah Heep. Gerade letztere sind für Tini und mich etwas Besonders. Unser erstes Rock-Konzert haben wir 1977 in Esslingen erlebt – nämlich Uriah Heep. Tini durfte damals von ihren Eltern aus nur mit, da ich dabei war. Ja, ich war brav, hatte Anstand und machte immer einen guten Eindruck auf Eltern. Sonst lief ja nichts zwischen uns – kein Gedanke daran. Wir waren einfach Tanzschulfreunde.

Weitere tolle Konzerte waren SABATON, BEYOND THE BLACK, ELUVITIE und zum guten Abschluss POWERWOLF, von denen wir beide ziemlich begeistert waren. Tolle Musik und eine klasse Live-Show mit viel Freude dargebracht.

Eine Nacht nach Kiel in die Uniklinik

19.07.2019
Für Heute ist der Eingriff geplant, bei dem per Endoskopie die Gallenwege geprüft werden sollen. Deshalb fuhr ich sehr früh mit dem Taxi die 40 KM nach Kiel. Leider hat sich alles verschoben, so dass ich erst um 17 Uhr in den OP kam. Durch einen Bettennotstand musste ich im Wartezimmer der Station auf den Eingriff warten. Nach dem Aufwachen konnte ich dann ein Bett in einem Zimmer beziehen. Die kleine OP war ein voller Erfolg. Sie haben festgestellt, dass der Gallenweg mit 1 mm Durchmesser zu eng war, um die Flüssigkeit von der Leber (die Galle wurde bei der Bauchspeicheldrüsen-OP bereits mit entfernt) gut zu entsorgen. Wahrscheinlich gab es immer wieder Staus, bei denen sich leicht Entzündungen bilden können. Deshalb wurde im gleichen Zug der Gallenweg mit einem Ballon auf 6 mm geweitet – mit der Hoffnung, dass sich keine Staus und damit auch keine Entzündungen mehr bilden.

Ich frage mich nur seither, warum nicht schon bei einem früheren Klinikaufenthalt in Göppingen jemand auf diese Idee gekommen ist?

Fahrzeuge umgemeldet

18.07.2019
Heute sind wir nach Plön gefahren, um die Fahrzeuge umzumelden auf unsere neue Adresse. Das Wohnmobil, der Anhänger und der Smart konnten die Kennzeichen von Göppingen behalten, was uns sehr recht war.

Ansonsten haben wir immer wieder Teile des WoMos auf- und umgeräumt und haben kleine Ausflüge alleine und am Wochenende auch mit der Familie gemacht – Nach Schönberg, zum Starnd, mal einen Kaffee trinken, mal an die Fischbude ….

Einkauf im Baumarkt und Media-Markt in Schwentinental

15.07.2019
Im Baumarkt haben wir noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft wie Wasserschlauch, Schrauben und ein Holzbrett. Im Media-Markt gab es dann eine externe USB 6 TB-Festpalte und einen kleinen Drucker für mein „Büro“ im Wohnmobil. Alles muss in einen der Oberschränke passen, neben den USB-Hub des Laptops, Netzwerk-Verteiler, Labeldrucker und die Speedbox der Telekom für die Internetverbindung mit 100 GB Datenvolumen. Noch dachte ich, dass das alles so funktioniert …

Zur Befestigung habe ich ein Brett sägen lassen, das genau auf den Boden des Doppel-Oberschrankes passt. Darauf habe ich dann Haken eingeschraubt neben den Geräten und mit einem starken Gummi festgezurrt. So hat alles einen festen Halt und ist trotzdem flexibel.

Bis dahin hat auch alles so funktioniert wie geplant.

Endlich raus aus dem Krankenhaus und Womo wiegen

12.07.2019:
Am Nachmittag hat mich Tini im Krankenhaus abgeholt. Gerade rechtzeitig zur Geburtstagsfeier von Hannah, der Tochter des Hauses. Sonst habe ich mich am Wochenende vom Krankhaus erholt.

Am Abend gab es für Tini dann eine große Überraschung: Die von mir besorgten Karten für das Wacken Open Air wollte an Tini als Überraschung überreichen. Dazu habe ich eine CD-Hülle von SABATON gebastelt, in die ich die Karten eingelegt habe. Überreicht wurde diese Hülle dann im Kreis der Freunde, die mit nach Wacken gehen. Tini hat sich überschwänglich gefreut und ist ziemlich ausgeflippt. Sie hatte nicht mehr damit gerechnet, dass es noch eine Möglichkeit gibt, nach Wacken zu kommen.

Schön zu sehen in unserem Youtube-Video Nr. 18: Die ersten 4 Wochen unserer Auswanderung.

Ungeplanter Aufenthalt im Krankenhaus

07.07.2019:

Planung ist ja schön und gut, aber oft kommt es anders als man denkt. Am Wochenende fing es an: Samstagnacht bekommt Uwe plötzlich Schüttelfrost und Schweißausbrüche abwechselnd. Am Sonntag bleibt uns nichts anderes übrig und wir bringen Uwe ins Krankenhaus nach Breetz. Dort muss er dann erstmal eine Woche bleiben um die extremen Entzündungswerte mit Antibiotika behandeln zu lassen.

Nach der großen OP 2010 mit Entfernung der Bauchspeicheldrüse hatte er dieses Problem bereits 2011, 2012 und 2016. Vermutet wurde eine Entzündung des Gallenweges von der Leber aus. Nach einer Woche Krankenhaus war alles wieder gut – für eine gewisse Zeit. Dieses Mal jedoch hatten die Ärzte in Absprache mit der Uni-Klinik in Kiel den Vorschlag, die Gallenwege mit einer Endoskopie zu prüfen.

Im Krankenhaus hatte ich viel Zeit und ging ein noch offenes Problem an. Von Wacken hatte ich nämlich noch immer keine Zusage für Pressekarten bekommen. Also habe ich mich auf die Suche nach Eintrittskarten gemacht, denn ich konnte im Krankenhaus eh nichts Sinnvolles für unser Projekt tun.

Für ein paar Wochen an der Ostsee

04.07.2019:
Da wir ab dem 29. Juli das größte Heavy Metal Festival in Wacken besuchen wollen, bleiben wir bis dahin bei Tinis Neffen und seiner Familie im Kreis Schönberg. Wir wohnen im Wohnmobil direkt im Hof vor dem Haus.

An dieser Adresse werden wir uns auch wohnhaft melden. Die Familie kümmert sich dann um die Post, wenn wir nicht da sind. Das heißt schriftliche Post einscannen und an uns per Mail weiterleiten, wenn es wichtig ist. Dazu müssen wir uns natürlich bei der Gemeindeverwaltung in Schönberg anmelden und die Autos in Plön ummelden. Zum Glück können wir unsere Göppinger Kennzeichen behalten, die wir extra ausgesucht haben.

Auf dem To-Do-Plan steht auch noch das komplette Aus- und Umräumen des Wohnmobils. Denn bis jetzt war die Beladung eher chaotisch und provisorisch.

Wiegen sollten wir unser Wohnmobil auch mal, damit wir wissen, wo wir mit unserer Zuladung liegen und ob wir unser zulässiges Gesamtgewicht schon überschritten haben. Dazu haben wir eine spezielle KFZ-Waage bestellt, mit der man jedes einzelne Rad wiegen und das Gesamtgewicht errechnen lassen kann.

Also genug zu tun für die Wochen vor unserer Abreise. Vielleicht schaffen wir es ja noch für ein paar Tage an die Ostsee auf einen Campingplatz direkt an der Ostsee verbringen – so zumindest die Planung. Die Wiegung muss sowieso noch ein paar Tage warten, da die Waage zurzeit sowieso nirgends lieferbar ist.

Der erste Tag fern der Heimat

01.07.2019:
Als erste Tat an unserem ersten Tag fern der Heimat haben wir uns ein Frühstück in einem Schwäbisch Gmünder Baumarkt gegönnt. Ja, denn weiter haben wir es am Sonntag nicht mehr geschafft. Bis nach der Abfahrt vom Schloßplatz in Göppingen alles erledigt war – die Fahrräder aufgeladen – alle Schlüssel in Briefkästen werfen – Kühlschrank und Keller vollends leeren – Abschied von Uwes 95-jähriger Mutter im Pflegeheim nehmen – … war es bereits nach 17 Uhr. Also haben wir nach einer kurzen Essenspause beim Muckensee in Schwäbisch Gmünd den nächsten Wohnmobilstellplatz angesteuert. 

Wir hatten uns bereit erklärt, auf dem Weg nach Kiel in der Nähe von Hannover direkt an der A7 für unseren Freund Dieter eine Auto-Frontscheibe an einen Käufer zu übergeben. Auf der Fahrt dorthin kamen wir dann auf die Idee, dass uns keiner treibt und wir jetzt alle Freiheiten der Welt haben. Deshalb haben wir ein bereits öfters geplantes und immer wieder verworfenes Ziel angesteuert – den Safari-Park in Hodenhagen bei Hannover, auch direkt an der A7. Kurzer Online-Check und Einbuchung für einen Wohnmobil-Stellplatz für 3 Tage direkt im Parkgelände. Bei der Abfahrt am Morgen des 03. Juli haben wir dann auch die Frontscheibe an den Käufer übergeben.

Der große Abschied am Sonntag

Wie in der Einladung zur Ausstellung UNTERWEGS beschrieben, gab es nach der VINNISAGE am 30.06.2019 von 14 bis 15 Uhr noch eine kleine Winke-Winke-Party. Wer Lust hatte, konnte mit uns auf den Start in unseren neuen Lebensabschnitt „Die Mayers on Tour – unterwegs-leben“ anstoßen und uns zum Abschied zuwinken.

Nach Sentimentalitäten und auch ein paar Tränen auf beiden Seiten sind wir dann auch pünktlich um 15:15 Uhr los gefahren – Richtung Norden – erstes Ziel: Krummbek bei Kiel.

29.06.2019: Beteiligung an der 9. Göppinger Kultur-Nacht


Nachdem wir am Freitag schon auf dem Schlossplatz Quartier bezogen haben, musste Uwe am Samstag die Sperrverkehrsschilder für die Kultur-Nacht Shuttlebusse kontrollieren und die Einschränkung „ab 29.06. ab 16 Uhr“ abmachen und Falschparker notieren und fotografieren. Nach der ersten Kontrolle bei der Aufstellung der Halteverbotsschilder an den Bus-Haltestellen am Dienstag musste jetzt kontrolliert werden, wer von Dienstag bis Samstag das Verbotsschild evtl. nicht gesehen hat, vielleicht sogar im Urlaub war.

Gegen 14 Uhr haben wir dann mit Gia Carlucci zusammen die Ausstellung auf dem Schlossplatz aufgebaut. Glücklicherweise waren es meist großflächige Planen, die Maß genau gefertigt und vorbereitet waren.

Von 19 bis 01 Uhr war die Kultur-Nacht dann für die Besucher geöffnet und Uwe hat sich mit Gia um die interessierten Besucher gekümmert. Tini hat die letzte Zeit mit den Kindern Matthias und Michael sowie einigen Freunden genossen. Um 03 Uhr früh am Sonntag ist Uwe dann noch die Kultur-Nacht Route der Busse abgefahren. Er musste jetzt alle Halteverbotsschilder durch umdrehen ungültig machen.

26.06.2019: Der erste Tag im Wohnmobil

Am 26. Juni 2019 sind wir aus der Wohnung vollends ins Wohnmobil gezogen. Naja, umgezogen ist vielleicht nicht der richtige Ausdruck: Wir haben alles was mitmuss, aus der Wohnung ins Wohnmobil verfrachtet und dort irgendwie gestapelt. Denn wir hatten und darauf geeinigt, dass das endgültige Einräumen noch keinen großen Sinn macht. Was, wie, wohin im WoMo kommt, wollten wir erst festlegen, wenn wirklich Alles im und um das Wohnmobil sichtbar aufgestellt werden konnte. Geplant hatten wir dieses Einräumen in Krummbek. Denn das war das erste Ziel im Norden, wo wir bei unserem Neffen ein paar Tage im Hof campieren wollten.

So war es also die ersten Nächte ein hin- und herräumen vom Bett auf die Vordersitze und wieder zurück, wenn wir das Wohnmobil bewegen mussten. Der zweitätige Aufenthalt auf dem Wohnmobilstellplatz in Rechberghausen war also eher provisorisch und von immer wieder verworfenen Plänen für die Unterbringung des (viel zu vielen) Equipments gezeichnet.

Aber nach und nach ergab sich ein Plan, der neben den organisatorischen Tätigkeiten für die Göppinger Kultur-Nacht und den Geislinger Hock, Stück für Stück umgesetzt wurde. Dabei hat sich wieder einmal gezeigt, wie gut wir harmonieren und uns ergänzen.

KW 25/26: Das Äußere des Wohnmobils wird gestaltet

Bevor wir ins Wohnmobil einziehen, wollten wir es von außen noch etwas kreativ gestalten. Es soll sich von den anderen Fahrzeugen von der Stange unterscheiden.

Die erste Stufe: Unser Branding mit „Die Mayers on Tour“ und der Webseite www.unterwegs-leben.de auf den beiden Seiten, vorne und hinten. Auf der Rückseite dazu noch eine große Europa-Karte, auf der wir dann unsere gefahrene Route zum Nachvollziehen einzeichnen.

In der zweiten Stufe wollen wir unser Gefährt dann unserem Wohnzimmer nachbilden. Mit Fotos an den Wänden, Bücherregalen und einem Briefkasten. Alles eben außen statt innen, denn es dort keinen Platz durch Schränke und Fenster keinen Platz gibt.

Juni 2019: Die letzten Wochen vor dem großen Tag

Die gesamten Wochen vor dem großen Tag der Auswanderung haben sich sehr stressig gestaltet. Viele geschäftliche, aber auch private Dinge waren noch zu erledigen. Alles, was eben nicht von unterwegs aus möglich war.

Zudem musste unsere Mietwohnung von persönlichen Dingen geräumt sein und wir mussten uns immer wieder entscheiden, wohin damit. Das meiste war klar – entweder haben wir es jemand versprochen, geschenkt oder verkauft. Die meisten Fotos und Bilder waren bereits eingescannt, bevor sie entsorgt wurden. Aber immer wieder taucht eine Erinnerung auf es muss eine Entscheidung getroffen werden, was wir damit anstellen. Eins war klar: am 23.06. muss die Wohnung leer sein zur Übergabe an den Vermieter und an die Nachmieterin, bzw. Käuferin der Wohnung.

Ein großes Glück war es, dass die Käuferin der Wohnung unsere gesamte Einrichtung übernommen hat: Möbel, Einrichtung, Deko, Küche, Geschirr, Gläser, Kochutensilien – einfach alles außer Klamotten und sonstige persönliche Dinge.

Die Wohnungsübergabe lief dann problemlos über die Bühne und am 27. Juni sind wir vollends ins Wohnmobil gezogen. Erste Station war der Wohnmobilstellplatz in Rechberghausen für zwei Nächte. Ab dem 30. Juni sind wir dann auf den Schlossplatz umgezogen. Das Wohnmobil war dort Teil einer Installation zum Thema UNTERWEGS und damit ein Teil der gemeinsamen Ausstellung von Uwe und Gia Carlucci zur 9. Göppinger Kultur-Nacht darstellte.

Denn neben der Organisation der Kultur-Nacht am 29. Juni für die Stadt Göppingen, wollte Uwe als letzten Abschied auch selbst daran mit einer Ausstellung in der Station „Stadtkirche“ teilnehmen.

Neben dem Geschäfts-Jahresabschluss 2018 hatte Uwe auch noch das letzte Mal den Geislinger Hocks, das Stadtfest von Geislinger, am dritten Juli-Wochenende zu organisieren. Das alles zusammen gab gerade in den letzten drei Juni-Wochen doch noch ziemlich viel Stress. Aber das ist bei Uwe ja nichts Ungewöhnliches 😊.

Um allen Befürchtungen vorzugreifen: wir haben es wie geplant geschafft, am 30. Juni 2019 um 15 Uhr vom Schlossplatz los zu fahren Richtung Norden …

08.06.2019: Finissage der Ausstellung von Uwe „ICH BIN DANN WEG“ und große Abschiedsparty


Die Ausstellung fand in der Kulturmühle Rechberghausen vom 24.05. bis 08.06.2019 statt. Nach der Vernissage am 24.05.2019 und den Öffnungen an den Wochenenden sowie am Feiertag gab es am Nachmittag des 08.06.2019 die Finissage der Ausstellung. Es sollte es der letzte Tag sein, an dem die Besucher die Ausstellung mit den Bildern genießen können. Aber auch der Tag, an dem alle Bilder abgehängt und entsorgt werden sollten, die nicht verkauft waren. Dazu haben wir schon bei der Vernissage eine Preisliste erstellt mit extrem niedrigen Preisen. Manchmal lag dieser auch unter den eigentlichen Herstellungskosten. Aber nach dem Motto „Das kann jetzt weg“ war alles besser, als die Sachen zu entsorgen. Und das war bereits vorher klar: es wird nichts aufgehoben oder eingelagert. Alles kommt rigoros weg, was keinen Interessenten findet!

Zum Glück fanden sich viele Liebhaber, so dass einige hundert Euro zusammenkamen. Einige Käufe wurden sicherlich auch getätigt, um eine kleine Erinnerung an uns zu haben. Für eine solche Erinnerung hat Uwe auch eine Biografie mit vielen Daten und Fotos aus seinem Leben zusammengetragen und ein Buch mit über 100 Seiten daraus gemacht. Der Titel „Das kann jetzt weg“ spiegelt auch das Motto der letzten Wochen und Monate wieder.

Ab 19 Uhr gab es dann die große Abschiedsparty mit persönlicher Einladung für Freunde und Familie. Der Termin zu Pfingsten war aus urlaubstechnischen Gründen nicht sonderlich günstig, weshalb auch einige liebe Freunde und Verwandte gefehlt haben. Aber die Terminplanung der attraktiven Ausstellungsflächen in der Kulturmühle Rechberghausen ließ keinen anderen Termin für die Ausstellung zu.

Endspurt und ziemlich viel zu tun

Wir befinden uns gerade im Endspurt auf der Ziellinie. Der 30. Juni 2019 rückt näher, an dem wir endgültig ins Wohnmobil nach EUROPA ziehen.

Da gibt es noch einiges zu tun. Vor allem Uwe ist ziemlich eingespannt. Jeder möchte noch eine Kleinigkeit von mir: „bevor Du abhaust, könntest Du doch noch …“.

Dazu liegen auch noch einige Großprojekte an:

  • Vernissage der Fotoausstellung in der Kulturmühle Rechberghausen am 24.05.2019
  • 166-seitiger Katalog für die Stadt Donzdorf (zur Zeit Fertigstellung von Layout und Druck)
  • Finissage und Abverkauf der Ausstellungsobjekte am 08.06.2019 in der Kulturmühle
  • 9. Göppinger Kultur-Nacht am 29.06.2019
  • Wohnungsauflösung bis zum 20.06.2019 und Umzug ins WoMo
  • Eigene Ausstellung mit Gia Carlucci auf dem Schlossplatz zur Kultur-Nacht am 29. + 30.06.2019

Und noch viele, viele Kleinigkeiten …

Neue Matratzen für einen besseren Schlaf im Wohnmobil

Wir sind immer noch bei der Optimierung unseres Wohnmobils. Heute geht es um die Matratzen und einen besseren Schlaf. Denn die Original-Matratzen unseres HYMER B678 sind viel zu hart und das tut unseren Wirbelsäulen nicht gut.

Matratzen sind schon im Wohnungsbereich ein schwieriges Thema. Es gibt viele Meinungen dazu und die Vorlieben sind sehr individuell. Zu Hause liegen wir seit 18 Jahren hervorragend in einem Wasserbett. Das geht nun leider gar nicht im Wohnmobil. Also kommen nur klassische Matratzen in Frage.

Im Wohnmobil sind Matratzen ein Sonderfall: Meist haben sie Abrundungen oder Schrägen und keine Standardgrößen. Dazu sollen sie trotz der geringen Bauhöhe einen hohen Liegekomfort bieten. Die Wohnmobilhersteller regeln das durch einen preisgünstigen, feinporigen und stark verdichteten Schaumstoff. Die Matratze wird dadurch aber sehr hart und hat meistens auch keine unterschiedlichen Liegezonen.

Unsere beiden Original-Matratzen von Hymer haben zwei verschiedene Größen und Abrundungen an einer Ecke. Wir benötigen also einen Hersteller, der auch Sondermaße herstellt. Unsere Internet-Recherchen und der Besuch auf der CMT führten uns dann nach Reutlingen zum Matratzenhersteller GROLL mit seiner Eigenmarke GROSANA. Auch bei uns in der Nähe – deshalb sind wir auch persönlich hingefahren. Zuvor haben wir die beiden Matratzen mit einer Schräge und zwei Abrundungen auszumessen.

Zwei verschiedene Ausführungen kommen für uns in Frage: Die Reisemobilmatratze S-12 mit 14 cm Höhe wie unsere alten Matratzen oder die komfortablere S14 Plus mit 16 cm Höhe. Wir haben uns für den komfortableren Typ S14 Plus entschieden, die mit Ihren 16 cm etwa 2 cm höher sind als unsere Original-Matratzen und damit auch 2 cm höher sind als unsere Mittelteile zwischen den Betten. Aber entweder gleicht sich das durch das weichere Material der neuen Matratzen aus, oder wir erhöhen die Mittelteile um die 2 cm mit einer Schaumstoffunterlage. Wenn diese Lösung nicht zufriedenstellend ist, werden wir die beiden Mittelteile auch in S14 Plus nachbestellen. Die neuen Matratzen kommen in ca. 2 bis 3 Wochen per Post. Wir werden dann auch über unsere praktischen Liege-Erfahrungen berichten.

Link zum YOUTUBE-VIDEO: https://youtu.be/yYXYjmZHToo

Link zum Hersteller: www.grosana.de

Einbau eines Regalsystems für unsere Heckgarage im Hymer B678

Unsere erste größere Optimierung im neuen Wohnmobil HYMER B678: Der Einbau eines Regal-Systems mit Längsauszug in die Heckgarage für eine besser Ordnung.

Das Video dazu auf Youtube: https://youtu.be/wh6sZqyhIE0

Wir wollten das nicht selbst machen und haben für den Ausbau die Firma RG-Regalsysteme in Pfaffenweiler ausgesucht:

https://www.rg-reisemobil-regalbau.de/

Ein kleiner Tipp: Auf dem WoMo-Stellplatz beim Solebad kann man super übernachten und hat bei jeder Übernachtung einen Tageseintritt ins Bad frei. Die Übernachtung mit dem Eintritt ist billiger als der Eintritt alleine. Ja, da kommt der Schabe durch!

Noch n’ Tipp: Der Stellplatzbetreiber baut auch Regale ein, allerdings ohne Auszug, dafür natürlich um vieles günstiger.

 

Regaleinbau in unseren HYMER B678
Einräumen des Regals

Besuch auf der CMT 2019 in Stuttgart

Bei diesem Besuch auf der CMT 2019 haben wir uns weniger um die Fahrzeuge gekümmert, sondern mehr um Zubehör und Ausbauten wie Klapp-E-Bikes, Safe, Matratzen, Wasserleitung-Reinigung, Wasser-Aufbereitung, Subwoofer, Toiletten-SOG und Alarmanlage mit GPS. Einiges haben wir gefunden und werden es auch verbauen.

Das Video auf YOUTUBE: https://youtu.be/RbwCf9fwuiw

Hier auf Wunsch noch die Links für die vorgestellten Produkte aus dem Video:

Unsere Homepage:

https://die-mayers-on-tour.de

Blaupunkt Klapp-E-Bikes:

http://www.bpautomotive.de/media_center/produkt-neuigkeiten.htm

Wir haben uns jetzt aber doch für diese E-Bikes entschieden -Video folgt nach der Lieferung im April:

https://bike2care.de/

Mobil-Safe:

https://www.mobil-safe.net

Matratzen aus Reutlingen:

https://grosana.de/de/produkte/mobil/

Befüll-Filter und Tank-Reinhaltung:

https://www.edelhoff-wire.de/de/ae-aqua/

Wasserreinigung:

https://www.multiman.de/

Absaugsystem für Toiletten:

https://www.sog-systeme.de/

Radio, Subwoofer und Alarmanlage:

https://www.Vibesaudio.de

Multi-Anker:

https://zentrale-autoglas.de/multianker.html

Video zu unserem neuen HYMER B678

Tatsächlich hat die erste Besichtigung eines gebrauchten Wohnmobils gleich zum Kauf geführt: Einem vollintegrierten HYMER B678 aus 1. Hand, super gepflegt, 6 Jahre alt mit 54.000 Kilometer. Genau das Richtige für unser Projekt "auswandern ins Wohnmobil" ab Juli 2019.

Link zum Video https://die-mayers-on-tour.de/youtube-videos/

Demnächst weitere Videos zum Ausbau und Ergänzungen die wir ins Auge fassen oder kaufen. Darunter z.B. faltbare E-Bikes, Safe, Alarmanlage, Radio & Sound, SOG-Entlüftung, Matratzen und vieles mehr.

Das neue Wohnmobil

Seit ein paar Wochen haben wir nun das neue Wohnmobil – ein HYMER B678. Leider war noch keine Zeit für ein ausführliches Video dazu. Aber in den nächsten beiden Wochen werden wir dies nachholen.

Vorab schon mal ein paar Fotos …

Leistungen für “unterwegs arbeiten” festlegen

Fragen Sie Herrn Mayer …

Es ist zwar noch lange hin bis wir wirklich losziehen. Aber einige Dinge brauchen auch ihre Zeit. So der Aufbau eines neuen Business.

Wenn wir dann unterwegs sind, könnte ich meine Kurse & Workshops für Foto und Bildbearbeitung in ganz Deutschland ausschreiben. Aber dazu müsste ich bestimmte Zeiträume festlegen, zu denen ich an diesen Orten bin. Das möchte ich aber eigentlich nicht. Die Freiheit ginge dadurch verloren, so lange irgendwo zu bleiben, so lange wir möchten.

Dadurch kam mir die Idee wenigstens individuell als Coach zu arbeiten.

Bedeutet: Man kann sich mit jeglichem Problem an mich wenden, egal ob Fototechnik, Fotografie, Software, Bearbeitung, Organisation, Präsentation oder Bildauswahl und Beurteilung. Je nach Fall melde ich mich dann telefonisch, per Skype oder Teamviewer um das Problem zu lösen.

Das Ganze ist erstmal kostenlos gegen eine freiwillige Spende. Damit umgehe ich übrigens nicht die Versteuerung. Ich melde die Spenden ganz normal als Einnahme an und kann auch Quittungen schreiben für Firmen.

Wer will es probieren?

Einfach eine Mail mit den Fragen und Wünschen senden an
frage@herr-mayer.de

 

Datenspeicherplatz für meine Fotos und Filme von unterwegs

Heute beschäftige ich mich mit einem speziellen Thema für Fotografen, die unterwegs als Digitale Nomaden leben. Wo speichere ich meine Fotos und Filme – und wir sprechen hier von mindestens 20 TB (Terrabyte), die Verlust- und Diebstahlsicher gespeichert werden müssen.

Auf das Thema bin ich gestoßen, als ich mir das neue Lightroom CC von Adobe angesehen habe. Dort ist die Speicherung der Fotos nur noch in der Cloud möglich. Es gibt 1 Terrabyte dazu gratis.

Die Frage ist für mich: Was fange ich mit einem Terrabyte an? Ich benötige mindestens 20 TB.

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Die erste “richtige” Aktion speziell für unsere Auswanderung ins Wohnmobil – Autokauf

Am Freitag vor 2 Wochen waren wir einkaufen. Brot, Wurst, ein Pulli und noch was? Ach ja, ein neues Auto!

Eigentlich wollten wir einige Händler von verschiedenen Automarken in Göppingen abgrasen um nach dem kleinsten Auto zu suchen, das gut auf unseren Hänger am Wohnmobil passt. Aber schon am ersten sind wir hängen geblieben und haben eine Daimler S-Klasse Jahreswagen gekauft.

Das Fahrzeug haben wir am Montag abgeholt und sind schon damit unterwegs …

Näheres dazu seht Ihr in unserem Youtube-Video ….

Viel Spaß beim anschauen!

Zusammenfassung unserer Erfahrungen auf der CMT 2018

 

In diesem Beitrag haben wir unsere Erfahrungen aus den Recherchen auf der CMT 2018 in Stuttgart und die sich daraus ergebenden Änderungen unserer Vorstellungen und Wünsche für unser neues Wohnmobil zusammen gefasst. Immer darauf ausgerichtet, dass wir ab 2019 ausschließlich darin leben werden.

Das Youtube-Video dazu

Wir waren also an zwei verschiedenen Tagen auf der CMT in Stuttgart und haben uns sehr viele unterschiedliche Wohnmobile angeschaut. Am 1. Tag ging es vor allem darum, welche Hersteller überhaupt in Frage kommen, da unser Budget ja nun einen bestimmten Betrag nicht übersteigen darf. Ist ein bißchen so wie ein Haus kaufen, was wir im gewissen Sinne ja auch tun.

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